Hier habe ich mal ein kleines Lexikon zusammengestellt, in dem ich einige vielleicht ganz interessante Begriffe aus der Welt des Kinos näher erkläre.

Animatronik: Das Wort Animatronik ist eine Kombination der Wörter Animation und Elektronik. Nicht alle Dinosaurier in der Jurassic Park Trilogie zum Beispiel konnten (oder mussten) per CGI (siehe unten) realisiert werden. Von zahlreichen Sauriern wurden Puppen in Originalgröße angefertigt und von aufwändiger Elektronik im Inneren zum Leben erweckt. Ein Meister auf dem Gebiet der animatronischen Puppen war der inzwischen verstorbene Amerikaner Stan Winston, von dem die berühmtesten Animatronikkreaturen der Filmgeschichte stammen: Er baute neben den Dinosauriern für Jurrasic Park auch das Endoskelett für die ersten drei Terminator Filme (James Cameron und Jonathan Mostow, 1984, 1991 und 2003) und den Predator (John McTiernan, 1987).

 

Bullettime: Eine für den Film Matrix (Larry und Andy Wachowski, 1999) entwickelte Technik, durch die es möglich ist Kamerafahrten durchzuführen, während das Bild wie eine Photographie "eingefroren" ist. Als Keanu Reeves in diesen Film beschossen wird und den Kugeln ausweicht, bleibt das Bild stehen und die Kamera bewegt sich um den Darsteller herum. Diese Aufnahme wurde mit einer ganzen Anzahl Fotokameras gedreht, die um Reeves herum gruppiert waren. Die einzelnen Aufnahmen, die diese Kameras geschossen haben, wurden dann digital zu einer (scheinbar) nahtlosen Kamerabewegung zusammengefügt.

 

Cameo Auftritt: Es kommt oft vor, dass berühmte Stars aus dem Showbusiness einen kurzen Gastauftritt in einem Film oder einer bestimmten Folge einer Fernsehserie bekommen. Dies bezeichnet man als Cameo Auftritt. Beispiele:

Robert Mitchum, Gregory Peck und Martin Balsam sind in den Film Kap der Angst (Martin Scorsese, 1991) zu sehen.

Der berühmte Physiker Stephen Hawking hatte 1993 einen Gastauftritt in der Star Trek – The next Generation Folge „Angriff der Borg“.

In Apollo 13 (Ron Howard, 1995) ist kurz der berühmte B-Film Regiesseur Roger Corman zu sehen.

 

Computer Generated Imaging (CGI): Als im Jahr 1993 der Film Jurassic Park von Steven Spielberg in die Kinos kam, erkannten nur wenige Zuschauer, dass sie Zeugen einer Revolution in der Filmgeschichte wurden. Die Dinosauerier waren in vielen Einstellungen Computeranimationen, die von einer extrem leistungsfähigen Workstation erzeugt wurden. Es waren die ersten fotorealistischen CGI-Monster, die jemals für einen Film erzeugt worden waren. Erfunden wurde die Technik der rein per Computer erzeugten Bilder bereits einige Jahre zuvor: James Camerons Science-Fiction Thriller The Abyss aus dem Jahr 1989 präsentierte mit dem berühmten „Wasserwurm“ bereits eine – aus heutiger Sicht primitiv anmutende – CGI-Kreatur. Zwei Jahre später nutzte Cameron diese Technik, um die quecksilberartige Flüssigkeit darzustellen, aus der der T-1000 Terminator bestand.

Von der Realisierung der unglaublich realistisch wirkenden Dinos in Jurassic Park an, machten die inzwischen berühmten CGI’s eine rasante Entwicklung. Von der außerirdischen Mörderschönheit „Sil“ in Species (Roger Donaldson, 1995), über die Raumschiffe der Invasoren in Independence Day (Roland Emmerich, 1996) bis zum perfekt inzenierten Untergang der Titanic (James Cameron, 1997). Mit CGI’s war es den Filmemachern zum ersten Mal möglich ihrer Fantasie wirklich freien Lauf zu lassen, da es mit dieser Technologie möglich war die fantastischsten Kreaturen, die surrealsten Landschaften und die spektakulärsten Actionszenen auf die Leinwand zu bringen, und dabei absolut echt wirken zu lassen.

Aber auch Dinge und Lebewesen, die es in der Wirklichkeit gibt werden von Regisseuren oft durch den Einsatz von CGI’s im Film dargestellt. Zum Beispiel existierten die Ping-Pong Bälle, mit denen Tom Hanks in Forrest Gump (Robert Zemeckis, 1995) so virtuos umzugehen weiß, nur im Computer. Es wäre zu langwierig und kompliziert gewesen, hätte Hanks das gleichzeitige Spiel mit zwei Bällen und zwei Tischtennisschlägern erlernen müssen.

Die realistischste CGI Kreatur, die bisher erschaffen wurde war zweifellos das „Gollum“ aus der Der Herr der Ringe Trilogie (Peter Jackson, 2001 – 2003). Sie setzte neue Maßstäbe in Sachen Realismus.

 

Composting: So nennt man den Vorgang, bei dem eine CGI Kreatur oder ein CGI Objekt in das Live Action Bild hineinkopiert wird.

 

Digital Backlot: Heutzutage werden immer häufiger nicht nur einzelne Objekte mit der CGI Technik erstellt, sondern auch ganze Landschaften und Gebäudeinnenansichten. Die Schauspieler stehen bei den entsprechenden Aufnahmen im Studio vor einer Leinwand, während die Umgebung, in der man sie später auf der Kinoleinwand sieht nur virtuell im Computer existiert. Es ist also nur ein digitaler Drehort ( engl.: Digital Backlot). Verwendet wurde diese Technik sehr häufig in Star Wars, Episode III - Die Rache der Sith (George Lucas, 2005)

 

Goofs: Der englische Begriff für die berüchtigten Filmfehler, also kleine Unstimmigkeiten oder Logiklöcher, die unbeabsichtigt in einen Film geraten sind. Am häufigsten sind Anschlussfehler, die entstehen, weil die Szenen eines Film nicht in der auf der Leinwand zu sehenden Reihenfolge gedreht werden. Wenn zum Beispiel in einer Szene eine Kerze brennt, kann es vorkommen, dass diese im Lauf der Szene nicht niedriger, sondern höher wird.

Oft kommen auch Anachronismen in historischen Filmen vor, wie zum Beispiel in Ben Hur (William Wyler, 1959), in dem einer der Statisten eine Armbanduhr trägt.

 

Film-noir: Für diesen weitgefassten Begriff gibt es keine klare Definition. Ursprünglich wurde er für amerikanische Krimis der vierziger und fünfziger Jahre erfunden, die eine pessimistische Weltsicht darstellten. In diesen Filmen ist die Grenze zwischen Gut und Böse nicht immer klar definiert, da die Protagonisten in der der Regel verbitterte Antihelden mit moralisch fragwürdigen Methoden bei der Vebrechensaufklärung sind. Ein weiteres dieser Filmgattung sind eine Bildkomposition mit starken Hell-Dunkel Kontrasten und städtische Schauplätze. Desweiteren haben diese Filme starke gesellschafts- und sozialkritische Tendenzen.

 

Greenscreen: Eine spezielle grüne Leinwand, die meist im Zusammenhang mit CGI’s benutzt wird, da die Farbe Grün vom Computer am besten erkannt, anschließend „weggerechnet“ und durch die CGI’s ersetzt werden kann.

 

In-Joke: Abkürzung für Insider Witz. Regisseure und Drehbuchautoren machen sich – vor allem bei Komödien, Action- und Si-Fi Filmen – einen Spaß daraus kleine Anspielungen und Witze, die sich auf die Realität bzw. andere Filme oder Fernsehserien beziehen in ihre Filme einzubauen. Beispiele: In Terminator 2 – Tag der Abrechnung (James Cameron, 1991) sieht man in einer Szene eine Tankstelle des fiktiven Ölkonzerns Benthic. Diesen Konzern hat Cameron für seinen vorherigen Film The Abyss (1989) erfunden.

Das Taxi, mit dem die Helden am Ende von Godzilla (Roland Emmerich, 1998) vor der Riesenechse fliehen hat die Nummer 44. Eine Anspielung auf Emmerichs Film Moon 44 (1988).

 

Kompositonsaufnahme: Wenn ein Filmbild aus mehreren verschiedenen Komponenten besteht – Spezialeffekte, Modelle, Live-Action – spricht man von einer Kompositionsaufnahme.

 

MacGuffin: Dieser Begriff wurde ursprünglich von Alfred Hitchcock geprägt und bezeichnet einen Gegenstand oder eine Person, welche die Handlung eines Films überhaupt erst in Gang bringt oder voran treibt.

Beispiele: Der Koffer in Pulp Fiction (Quentin Tarantino, 1994), Der Schlitten Rosebud in Citizen Kane (Orson Welles, 1941), die Regierungsgeheimnisse in Der unsichtbare Dritte (Alfred Hitchcock, 1959).

 

Matte: Mit Hilfe dieses Verfahrens werden separat gefilmte oder auch gemalte Objekte mit Live-Action Aufnahmen kombiniert.

Zum Beispiel gibt es in Indiana Jones und der Tempel des Todes (Steven Spielberg, 1984) eine Sequenz, in der man sehen kann wie die Hauptdarsteller vor der unheilvollen Fassade des Tempels stehen. Der Tempel war hier nur ein Model, das mit Hilfe des Matte (sprich: Mätt) Verfahrens in das Bild hineinkopiert wurde. Ein anderes Beispiel ist die Schlußszene von Star Wars (George Lucas, 1977), in der die Filmhelden durch eine gewaltige Masse von tausenden von Menschen gehen. Aus Kosten- und Platzgründen wurde die Aufmarschhalle und die meisten der Menschen nur auf Glas gemalt. Die Darsteller wurden anschließend mit der Matte Technik in die vorher ausgesparten Stellen auf dem Gemälde einkopiert.

 

Massive: Ein von Peter Jacksons Effektfirma Weta Digital entwickeltes Computerprogramm, mit dem es möglich wurde die gewaltigen Massenszenen in der Der Herr der Ringe Trillogie (2001 – 2003) zu realisieren. Alle Kämpfer und Orks in diesen Szenen existierten nur im Computer (CGI) und wurden dabei jeweils mit einer eigenen künstlichen Intelligenz ausgestattet. Jeder einzelne der vielen tausend Kämpfer hat dadurch ein eigenes individuelles Verhalten gezeigt.

 

Miniature Sets: Aufwändige Sets und spektakuläre Actionszenen können (und müssen) nicht immer in ihrer vollen Größe gebaut bzw. abgedreht werden. Aus diesem Grunde war der Modellbau schon immer ein wichtiger Bestandteil des Filmemachens. Da man auf der großen Kinoleinwand jedes noch so kleine Detail eines Modells erkennen kann, müssen diese Modelle in der Regel gewaltig groß sein damit man die kleinen Einzelheiten am besten herausarbeiten kann. Zum Beispiel war das Modell der Titanic in James Camerons gleichnamigen Film fast 13,5 Meter lang, so groß wie ein moderner Reisebus. Oft kommen Modelltricks auch bei Szenen zum Einsatz, bei denen man sie nicht vermuten würde: So wurden die Außenaufnahmen der Kirche, in der die Schlußszenen von The DaVinci Code (Ron Howard, 2005) spielen mit einem großen Modell realisiert. Die Kirche existiert zwar auch in der Wirklichkeit, doch wurde sie zum Zeitpunkt der Dreharbeiten gerade renoviert und war daher mit einem störenden Baugerüst versehen. Mit einer Miniatur konnte man die daraus resultierenden Probleme leicht umgehen.

 

Motion Capture Technik: Um die Bewegungen von komplexen CGI Kreaturen realistisch darzustellen, wurde diese hochmoderen Variante der „Man in Suit“ Methode entwickelt. In den alten japanischen Godzilla Filmen steckte ein Stuntman in einem schweren Gummianzug, um das gewaltige Monster darzustellen. Bei der Motion Capture Technik hingegen trägt ein Mann im Studio einen speziellen Anzug, der an den Gelenken mit kleinen Sensoren bestückt ist. Diese Sensoren registrieren die Bewegungen des Mannes und übertragen sie 1:1 auf die CGI-Kreatur im Rechner. Dadurch wirken die Bewegungen der Kreatur extrem realistisch und flüssig. Verwendet wurde diese Technik unter anderem beim Wesen „Gollum“ in Der Herr der Ringe und bei „Jar Jar Binks“ in der neuen Star Wars Trilogie (George Lucas, 1999 – 2005).

In seinem Film Avatar (2009) trieb James Cameron die Motion Capture Technik nocheinmal gewaltig voran: Auch die Mimik der Darsteller, die die außerirdischen Na'vi spielten, wurde in diesem Film bis in das kleinste Detail auf ihre digitalen Ebenbilder übertragen. Hierzu trugen die Schauspieler während des Drehs spezielle Masken, an denen eine Kamera befestigt war, die ihre Mimik an den Computer weiterleitete.

 

Motion Control: Wenn man auf der Kinoleinwand ein Raumschiff auf die Kamera zufliegen sieht, denken die meisten Zuschauer wahrscheinlich, dass sich das Raumschiffmodell an der Kamera vorbeibewegt. Doch dies ist in den meisten Fällen nicht korrekt: In Wirklichkeit wird oft eine sogenannte Motion Control Kamera verwendet. Diese wird nicht von einem menschlichen Kameramann, sondern von einem Computer automatisch bewegt. Sie gleitet – vom Computer gesteuert – am Raumschiffmodell vorbei, während das Modell starr vor einer Leinwand hängt, ohne sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Die Kamera bewegt sich dabei so geschickt, dass es später im Film so wirkt, als ob sich das Modell bewege. Diese Illusion wird dadurch gesteigert, dass sich der Hintergrund nicht bewegt, weil dieser ja vorher von einer anderen Kamera separat gefilmt wurde. Die Motion Control Technik kam auch bei Titanic (James Cameron, 1997) zum Einsatz.

 

Motion Base: Eine Plattform, die auf hydraulischen Stützen montiert ist. In James Camerons True Lies (1994) wurde diese Konstruktion benutzt, um die Actionszenen mit dem Harrier Jet am Ende des Films zu drehen: Ein Mock-up des Harriers wurde auf die Motion Base gestellt, die wiederum vor einer Leinwand stand. Mit Hilfe der Plattform konnten sämtliche Flugbewegungen des Jets realistisch nachgestellt werden, wodurch die Illusion entstand das Arnold Schwarzenegger das Flugzeug tatsächlich selbst flog. Die Motion Base kam auch in den Filmen Godzilla (Roland Emmerich, 1998) und Stirb langsam 4.0 (Len Wiseman, 2007) zum Einsatz.

 

Mock-up: Im Wesentlichen dasselbe wie eine Miniatur, jedoch im Maßstab 1:1. Der Hubschrauber, der am Ende von Terminator 2 (James Cameron, 1991) gegen den SWAT Van prallt und anschließend explodiert war ein solches Mock-up, da diese Sequenz mit einen echten Hubschrauber – der ja von einem echten Piloten hätte geflogen werden müssen – nicht zu machen gewesen wäre.

 

Plansequenz: Dies ist eine einzige lange Einstellung innerhalb eines Films, die eine abgeschlossene Handlung ohne Schnitte zeigt. Ein besonders berühmtes Beispiel hierfür ist der Beginn des Films Im Zeichen des Bösen (Orson Welles, 1958): Zu Beginn sieht man wie jemand eine Bombe im Kofferraum eines Autos deponiert, welches anschließend losfährt, wobei ihm die Kamera ohne Schnitt durch die Straßen der Stadt folgt, bis die Bombe schließlich detoniert. Im Gegensatz zu den Insassen des Autos, wissen die Zuschauer, dass der Wagen jede Sekunde explodieren wird, wodurch sich eine gewaltige Spannung aufbaut.

 

Previsulation: Im Grunde dasslebe wie ein Storyboard, nur dass es im Computer und nicht per Hand angefertigt wird. Die Szenen werden dabei in rudimentäer Form im PC vorher durchgespielt wie bei einem primitiven Computertrickfilm.

 

Running-Gag: Eine Witz oder eine spezielle Begebenheit, die sich wie ein Markenzeichen in einem Film oder in einer Fernsehserie ständig wiederholt. Beispiele:

Alfred Hitchcock hatte in jedem seiner Filme einen ganz kurzen Auftritt als Statist (meist zu Beginn).

In fast jedem Film von Jan DeBont gibt es eine Anspielung auf einen Stanley Kubrick Film. In Speed (1994) sieht man kurz ein Kinoplakat von 2001 – Odyssee in Weltraum (1968), in Twister (1996) ist ein kurzer Ausschnitt aus Shining (1978) zu sehen und in Speed 2 – Cruise Control (1997) gibt es einen Ausschnitt aus Lolita zu bestaunen.

 

Split-Screen: Eine Methode, bei der zwei getrennt gefilmte Bilder zu einem Bild verschmolzen werden. Hierdurch ist es möglich einen Schauspieler oder irgendein Objekt zweimal gleichzeitig auf der Leinwand zu zeigen.

 

Stop Motion Technik: Dieser Spezialeffekt ist der Machart von Zeichentrickfilmen entlehnt, nur in einer dreidimensionalen Variante: Beim Zeichentrick werden unzählige Bilder in einer rasend schnellen Abfolge abgespielt – normalerweise sind es 24 Bilder pro Sekunde – wobei sich jedes Bild ein klein wenig vom jeweils vorherigen unterscheidet. Auf der Leinwand entsteht dann die Illusion einer kontinuierlichen, flüssigen Bewegung der Figuren im Film. Bei der Stop Motion Technik, die übrigens zu den ältesten noch heute verwendeten Spezialeffekten gehört, werden nun Puppen oder auch Gegenstände so in Bewegung gebracht, dass man sie in einer Position abfotografiert. Danach wird die Position geringfügig verändert und wieder abfotografiert. Dies wird solange wiederholt, bis die geforderte Bewegung der Puppe fertig ist und im Film wie eine zusammenhängde durchgängige Bewegung aussieht.

 

Storyboard: Szenen, die viele Spezialeffekte enthalten sowie Actionszenen sind mit Worten im Drehbuch nur schwer zu beschreiben. Aus diesem Grund werden meistens Zeichnungen angefertigt, in denen die Szenen auf stilisierte Art und Weise visuell dargestellt werden. An diesen gezeichneten Drehbuch orientieren sich der Regiesseur, die Stuntleute und die Verantwortlichen für die Spezialeffekte.

 

Stand-in: Das vorherige Ausleuchten einer Szene kann unter Umständen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Um dies den Hauptdarstellern zu „ersparen“ werden Lichtdoubles – die Stand-ins – verwendet. Diese Doubles haben die Größe und Statur der Darsteller.

 

Steady-Cam: Eine Spezialkamera, die von den Kameramann mit nur einer Hand bedient werden kann und durch ein Gestell, dass er um seinen Körper trägt getragen wird. Mit dieser Kamera sind sehr flüssige Kamerafahrten möglich.

 

Script-Doctor: Wenn ein Drehbuch nicht hundertprozentig den Anforderungen des Produzenten entspricht, wird es in dessen Auftrag oft von einem – im Vorspann nicht genannten – Drehbuchautor überarbeitet, um es doch noch filmreif zu bekommen. So kann aus einem schlechten Buch im nachhinein noch ein gutes werden.

 

Stock Footage: Dies ist die Bezeichnung für – meist nur kurze – Aufnahmen, die nicht für den jeweiligen Film, in dem sie zu sehen sind gedreht wurden, sondern die aus anderen Quellen stammen. Wenn man z.B. in historischen Filmen Ausschnitte aus zeitgenössischen Nachrichtensendungen sehen kann bezeichnet man diese als „Stock Footage“. (Beispiel: Die kurzen Ausschnitte aus den Nachrichten über die Katastrophe von Apollo 13 im gleichnamigen Film.)

 

Travelling Matte: Wie beim Matte Verfahren wird auch hier ein Teil des Bildes abgedeckt, um dann ein anderes Bild an der fehlenden Stelle hineinzukopieren.Der Unterschied ist, dass sich das einkopierte Bild hier auch noch bewegt. Diese Technik wurde zum ersten Mal im großen Stil in den Disney Film Mary Poppins (Robert Stevenson, 1964) angewendet. In diesen Film gibt es Szenen, in denen echte Schauspieler mit Zeichentrickfiguren interagieren. Hierzu bewegeten sich die Schauspieler vor einer braunen Leinwand. Die braune Farbe erzeugte auf einen zweiten Film einen schwarzen Hintergrund mit den weißen Umriß des Darstellers. Film 1 und 2 ergaben zusammenmontiert Film 3, auf den man den Schauspieler ohne Hintergrund sehen konnte. Auf Film 4 befanden sich die Zeichentrickszenen. Ein fünfter Film ist das Negativ von Film 2. Zusammenkombiniert ergaben diese fünf Filme den Film 6, der den Darsteller wie eine durchsichtige weiße Fläche vor den Zeichentrickbildern zeigte. Durch ein Prisma werden die Filme 3 und 6 zum fertigen Filmbild, Bild 7, vermischt.

Die Travelling Matte Technik kommt auch heute noch sehr oft zum Einsatz.